Namaste' und Grüße aus Kerala.
Wie versprochen hier nun der nächste Teil unseres Reiseberichtes.
Heute geht es um die Abreise aus dem
Resort und somit aus Ellora und die Weiterfahrt mit dem Bus nach Solapur und weiter bis Hampi 

Dank dem netten Mr. Thube hatten wir ja soweit alles organisiert und er sorgte auch noch dafür das wir einen 'late checkout' hatten, soll heißen wir mussten unser Zelt-Zimmer nicht um 11.00 Uhr oder so räumen um dann bis 23.00 Uhr zur Abreise mit Sack und Pack irgendwo in der Gegend rumzugammeln. Stattdessen blieben wir bis 20.00 Uhr ganz entspannt in unserm Zimmer konnten in aller Ruhe packen und dann noch ein Abendessen, diesmal in der Bar zu uns zu nehmen, da das "Deck" nicht zur Verfügung stand.
Der Grund dafür war einfach...der Regen! Es hatte den ganzen Tag seit gestern Abend ununterbrochen geregnet... 
und wie man an diesen Fotos sieht ist aus dem kleinen Bächlein am Anfang unser 3 Tage Aufenthalts nun ein etwas größerer Wasserfall geworden...
Am ersten Abend:
Am zweiten Tag: 
und nun am letzten Abend: Unsere Hauptsorge war nur wie möglichst ohne großartig nass zu werden mit den Rucksäcken in die Rezeption zu kommen um von dort trocken in die Taxe zu steigen die uns nach Aurangabad reinbringen sollte... keiner von uns beiden wollten mit nassen Klamotten eine 8-Std.Busfahrt über sich ergehen lassen. Aber wie ein Wunder, Sylvie's Wetterapp hatte es prognostiziert, zu 21.00 Uhr nur noch 20% Regen.... und siehe da...
Es klappte...😃 in FlipFlops&Pantoffel-Latschen schlappten wir durch die Pfützen quer durch den Resortgarten um an der Rezeption trockene Schuhe und Socken anziehen zu können und die Taxe zu besteigen, die dort bereits wartete.
Nun ging's also los...auf zur nächsten Etappe,
Tschüss "Hiranya" - Hallo Busbahnhof...von Aurangabad...
gebucht bei "Manmandir Travel" gefahren von "HUMSAFAR"... läuft in Indien....
Doch bevor es losging im Wartebereich erst noch einen anständigen Kaffee...
Abreise mit dem Nightsleeper war 23.30 Uhr...
Um 6.00 Uhr Morgens sollten wir in Solapur ankommen, sollten wohlgemerkt...die Entfernung betrug 317 km...Sie hatten nur 1 Aufgabe!! pünktlich dort ankommen...
(©Karte: www.openstreetmap.org ) Doch wie das so ist mit "Besuchen in der Zentrale", Pinkelpausen,
40-minütigen Kommissionshalten an wichtigen "Verpflegungspunkten" ("Chai Sir!?!") und sonstigen Halten an denen 1-2 Gäste zustiegen und das war's, der Bus aber gefühlt, 'stundenlang' trotzdem nicht losfährt... So verbringt man dann die Nacht und fragt sich wo man wohl sein wird, nun unterwegs in diesem Land, auf einer Strecke, die in Deutschland in 4 Stunden durchfahren wäre mit max. einer Pause.
Am Morgen wenn Du dann aufwachst und aus dem Fenster schaust...
und dich wunderst warum der Bus nun schon seit langer Zeit sooo, so langsam fährt...also Schritttempo und zwischendurch auch gar nicht fährt; sondern steht... und Du dann in einer Kurve siehst Wo das Problem liegt...
Ach so Berufsverkehr und Baustelle in einem..., 😒
Na konnt ja keiner ahnen dass es morgens um 6.00, 7.00 Uhr auf Indiens Straßen auch voll sein wird...
weil Karawanen voll Landarbeitern durch die Gegend transportiert werden, zu ihren Arbeitsstätten Ab und zu war es dem Busfahrer wohl möglich sie auf dem gefühlt 20 Km langen Abschnitt zu überholen... um dann gleich wieder in die nächste Engstelle reinzurollen...
Irgendwann kam dann auch die vormittägliche Schwüle, Wärme hinzu, da ja nun die Sonne bereits 3-4 Stunden auf das Dach des Busses schien... unter dem Ich lag, im "upper Bed"! also oben...! Ich sag ma so, es war mollig und die AC spürte ich schon lange nicht mehr... und Solarpur schien doch noch weiter weg zu sein als wir hofften...
Währenddessen zogen an uns die Wahlplakate einer anderen "politischen" Hoheit vorbei und Werbung für 'nen neuen Bollywoodschinken ?! 
Dann endlich, die Gebäude einer befestigten, zivilisierten Stadt am Horizont....SOLARPUR?!
Sollten wir es geschafft haben, mittlerweile 10.00-11.00 Uhr, ca., wenn ja würde der Fahrer ja nun einen Zahn zulegen um endlich anzukommen, nach nun bereit 4 Std. Verspätung, will ja keiner auf sich sitzen lassen...
Aber was macht ER, der Driver...des Busses?

ne Pause!
Sylvie nahm's gelassen....
Ich dann auch und bewunderte neben der 'Chai-Bar' die Fachleute des Tesla-Spulen-Konzerns, (Ableger Aurangabad Inc.,) Mister Suparnatavhan Koshangoogilam und seine beiden Mitarbeiter....kürzlich ausgezeichnet als Mitarbeiter des Monats.

Irgendwann dann so gegen 12.30 Uhr rutschten wir dann also in der Mittagshitze nach 'Solarpur' rein...

Ich bekams gar nicht so recht mit, in meinem
"Upper-warm Bed"...stöhnte nur noch: "Luft, Wasser, Durst".... 😵
und wurde erst wieder wach als wir anhielten und sie was von Endstation riefen. Zum Glück war da wo wir hielten, mitten auf einer Strasse, auch gleich ein kleines Hotel mit angeschlossener Bar und einer kleinen Toilette, also frisch gemacht und verpflegt und nun das gemacht, was wir eigentlich schon morgens um 7.00-7.30 Uhr machen wollten....die Weiterfahrt organisieren!
Das dauerte jetzt natürlich auch nochmal ein paar Minütchen....denn ein neuer Bus fiel nun natürlich aus, die Fahrstrecke für Teil 2 - 'Solarpur - bis Hospet' betrug genauso viel Km, wie bis hierher...(320) und noch einmal 12 Std. Fahrt war uns definitiv zu lang.
Also blieb uns nur noch private Taxi, die teuerste aber eben auch bequemste Art von Stadt A nach Stadt B zu kommen...
Ganesha schickte uns seinen Segen, in Form von Fahrer "Balu".... nicht zu verwechseln mit dem von Mowgli, der wusste was er tat!! (Trotzdem zweifle Ich nicht an Ganesha!)
Balu kannte sich in seinem eigenen Land nicht aus...hatte wahrscheinlich seine eigene kleine Stadt noch nie verlassen und wusste deshalb auch nicht das "Hosapete - Hospet" (neben Hampi) auf der Strecke nach Bangalore liegt.
Er war deshalb auch immer verwundert wenn ich ihm auf dem Highway zeigte, dass wir auf der Autobahn nur einfach geradeaus die '52' fahren müssen bis Bijaipur um dort auf die '50' abzuzweigen die direkt Richtung Bangalore geht - über Hospet/Hampi.
Wie jetzt Bangalore?? War sein fragender Blick, Ich denke Hampi? (Was zu der Zeit aber eben noch nicht ausgeschildert war). Das war auch der Grund warum er dann mindestens 3x vom Highway abfuhr um nach dem Weg zu fragen...und ihn alle immer wieder auf den Highway zurückschickten... und er dann wieder weiter mit seiner Familie telefonieren konnte was ihn hin und wieder vom rechtzeitigen erkennen der Hinweisschilder abhielt...aber hey, "It's India"
Man hätte auch ein GoogleMaps Navigator nehmen können so wie meine Sylvie
(Ich bin ja noch so 'oldschool', voll der Karten-Typ), aber das heißt auch das man die Damenstimme auf englisch verstehen können sollte... wenn man nicht Hindi drauf hat...auf'm Handy! (nur zur Erinnerung: Toll-Highway, Rechtsverkehr!!
klar aus seiner Sicht macht ER alles richtig und alle andren fahren falsch)
Nun ja finally schafften wir es, ihm den Weg zu zeigen, die letzte Stunde nach Hampi lotste Sylvie ihn und wir kamen an.
Zu seiner Entschuldigung darf man sagen, dass ab Hospet - die Strecke bis Hampi - extrem schlecht, um nicht zu sagen - gar nicht ausgeschildert war, für uns Touri's zumindest nicht erkennbar...
Umso zufriedener aber wieder mal fertig auf den Reifen, kamen wir in Hampi am Ufer des Flusses "Thungabadra" an und waren sehr sehr glücklich beim Anblick dieses schönen Tempels, der uns nun die nächsten Tage den Heimweg erleuchten würde... Fazit: Eine 5-6 Std. Taxifahrt die ihren Preis von fast 100 € nicht wert war, da Wir den Weg suchten und fanden...aber trotzdem Spaß machte.
Wie's weiterging in Hampi...zu lesen im nächsten Teil, bis dahin...
'Namasté' - Christian & Sylvie