Sonntag, 9. Oktober 2022

Mumbai, 2. Tag...Tempelbesichtigung am Sonntag? keine gute Idee in Mumbai...

Update zur Reise: Hallo und Namaste' aus Hampi. 



Bereits am Frankfurter Flughafen funktionierte die WiFi-Connection nicht sodass ich mich nicht in das Netzwerk des Airports einloggen konnte.

Dieser Umstand hielt an, erstaunlicherweise ging es dann über die Internetseite des "Sea Green Hotel" in dem wir wohnten...danach bei Abreise aus Mumbai wieder nicht mehr. 
Dies PC Problem wurde dann erst durch die Empfehlung eines Elektrikers in Aurangabad gelöst, der mir empfahl, doch einfach einen WiFi Adapter zu kaufen...(Ok...?!Gesagt getan und einige Minuten später hatte ich Verbindung zu seinem Netzwerk. Nie waren mir 250 Rupees (3€) so wichtig wie hier am 7.10.22, bei unsere Abreise aus Ellora, nach Hampi, wo wir nun mittlerweile, seit gestern Abend ankamen.

Die letzte Woche seit Anreise nach Mumbai war somit kein bloggen mehr möglich. Nun sind wir Herr Lenovo und Ich wieder online
Deshalb nun flugs zur Fortsetzung des Blogs, der Reihe nach...

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Unser 2.Tag in Mumbai, der Sonntag 2.10.22 begann entspannt, wir schliefen aus und erholten uns von der strapaziösen Anreise.

Mit dem super Ausblick vom Balkon unseres Zimmers auf den "Marine Drive", konnte es nur ein guter Tag werden. 

Da wir ja in den nächsten Tagen in Richtung AURANGABAD weiterfahren wollten, mussten wir uns schon mal um die dafür notwendigen Tickets bemühen. Dazu nach dem Frühstück hin zur Hauptbahnhofstation von Mumbai, der Station mit dem schwer auzusprechenden Namen:  Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus abgekürzt „CSMT“ oder umgangssprachlich auch kurz „VT“ für „Victoria Terminus“ wie die Station eigentlich früher mal hieß, als die Dame namens „Queen Victoria“ noch in Diensten war und das britische Imperium regierte zu dem die Inder bekanntermaßen bis 1947 ja auch mal gehörten. 

(links unser Hotel, rechts oben "VT") 

Und wenn auch die Zeit des Kolonialismus wohl definitiv vorbei ist, hat sich diese Kurzform trotzdem erhalten. Zudem ist es ist sehr beruhigend wen einen der nicht englischsprechende Taxifahrer (TukTuks sind in South Mumbai verboten) sofort versteht....
"To VT please..."  

 

Und da die Inder nach der Unabhängigkeit auch irgendwann genug vom brit. Pomp hatten, entfernten sie auch das Abbild der Queen Victoria, das als Statue da oben stand (wo der gelbe Pfeil hinzeigt) auch gleich und nun klafft bis heute da diese Lücke im sonst sehr imposanten Bauwerk das eher wie eine Kathedrale denn wie ein Bahnhof wirkt.
Innendrin siehts aus wie im jeden großen, vor allem indischen Bahnhöfen, hier mit 18 Gleisen, 


unterteilt in die 'local Trains', die Vorortzüge, die jeden Morgen 

tausende nach Mumbai South transportieren und in die 'national Trains' also die die raus fahren aus Mumbai. 

Für meinen Geschmack war ja noch viel zu wenig los, da waren wir aus Delhi ja ganz anderes gewohnt....

 






  Im Bahnhof, eine kleine Ausstellung zu Ehren Mahatma Ghandi's, der am 2.10. Geburtstag hatte und es deshalb ein nationaler Feiertag war, einzige Limitation - no Alcohol- !!  


Nach unserem Rundgang und der nun notwendigen Orientierung für den Dienstag-Morgen, an dem wir in aller frühe ja abfahren wollten gingen wir in das neben dem Terminal gelegene "Office for Reservations" 

und kontaktierten diese freundliche Dame am Schalter.  Frau Rodrigues (portugiesische Kolonialisten lassen Grüßen...)

Bei ihr bekamen wir das notwendige Formular, das ausgefüllt werden musste, um dann am nächsten Tag erneut vorzulegen um dann endlich die Bahnticktes reservieren zu können (ab 09:30 ) und dann ab 10:00 Uhr zu bekommen. Klingt kompliziert ist es auch, aber das sind halt die Sachen die Indien spannend machen.

Mittlerweile war es schon 14.00 Uhr, das Reservations Büro schloss die Pforten, wir schafften es also gerade so und verspürten nun guten Hunger, also eine passende kleine Speisemöglichkeit gesucht und bei diesen beiden netten Herren eingekehrt. 

Auch wenn wir sagten „please no spicey“ und dafür auch ein verständnisvollen „indian headshake“ erhalten haben, was alles heißen kann, waren wir doch wieder überrascht wie viel Schärfe doch in so’ner kleinen Portion stecken kann. 

 

Wir denken es war die Nummer 15 oder die 27 so genau wissen wir es nicht.

Zum Glück schmeckte der kühle „sweet Lassi“ klasse und nahm so dem Mix aus Erbsen, Bohnen , Kartoffeln, usw. auch gleich die Schärfe wieder zum großen Teil raus. 

Nachdem wir die Portion ‚Schärfe‘ verdaut hatten und uns den Schweiß abgewischt hatten, konnte es weitergehen.



Mit dem Taxi dann von dort auf die andere Seite der Bucht von Mumbay, 

denn dort waren 2 Tempel, die der Loose wieder mal empfahl. 



  a) Der eine war der hinduistische Tempel des Shree Mahalakshmi Temple

  b) Der Andere war der Haji Ali-Dargah - Tempel, bzw. Moschee/Mausoleum

Wir dachten wir könnten so 2 Fliegen mit einer Klatsche schlagen, doch da hatten wir die Rechnung ohne die Gläubigen Pilger gemacht, die an diesem Sonntag scheinbar alle dorthin wollten.

Erst die Hindus die versuchten an diesem Tag in den Shree Mahalakshmi Temple zu gelangen und sich solange geduldig in die Schlange einreihten die um einen ganzen Hausblock herum führte.








Die Bilder sprechen für sich oder ??!… die Schlange hörte nicht auf und führte bis um den Block herum, wo sie sich mit dem Strom der muslimischen Gläubigen, Pilger zu einer Masse Mensch vermischte die ein Durchkommen fast unmöglich machte und bei gut 30C auch nicht wirklich angenehm war. Auch die „Police“ versucht mit indischem Zack für mehr Bewegungsfreiheit zu sorgen, wie gesagt, versuchte... 

Genau an dieser Stelle mischte sich dann der Strom der Menschen auch mit denen die zur zweiten Stätte heiligen Glaubens wollten: der insbesondere für Muslime bedeutsamen Moschee des Haji Ali Dargah, ein Mausoleum

  Irgendwie alles wohl keine so gute Idee, denn neben den Hindus, den Moslems von hier, schien es als wenn auch noch alle die nicht dies Jahr nach Mekka kamen, gefühlt auch hierher… wollten.





Bereits der Taxifahrer ließ uns aufgrund des Staus der unterwegs herrschte 

schon vorher heraus und sagte:  "only 5 Minutes to Tempel"

Da uns aber irgendwie nun die Orientierung fehlte fragten wir freundlich und erhielten die lapidare  Antwort:  „...Follow the people, they all go to Mosque…“ O.k., gesagt, getan 









Are you going to Mosque?

Do you coming from Mosque?  YES!!

 Da war Sie !  
Also allen weiter hinterher gelatscht. Eine Mischung aus Entsetzen und Erstaunen über unsere Anwesenheit in dieser klebrigen Masse Mensch. 

Verwundert waren wir über diesen ich sage mal  unchristlichen Weg zu einer heiligen Stätte, da erwartet man sogar als Ungläubiger etwas mehr, aber diss ist vielleicht die christliche Prägung durch Jahrhunderte Katholizismus, dass man immer Pomp, Glitzer, Gold braucht, erwartet…

Diese Menschen hier nicht. Ihnen war egal ob sie über Stock und Stein vorbei an Baustellen und Sandbergen liefen sie hatten nur ein ziel….

Sylvie war es zu viel und auch zu heiß, wir trennten uns einvernehmlich und ich machte mich auf den Weg dorthin. 

Dies mit flinken Schritten versuchend die Karawane der Gläubigen irgendwie schneller zu passieren was mir nun unter sehr viel Mühe gelang zumal ich ja zwischendurch auch gerne das eine oder andere Bild mache. (Bilder dazu aus Zeitgründen diesmal nicht gepostet, zuviele !! )

Innerhalb der Moschee war es sehr unspektakulär da hatte ich schon schönere, gesehen. Aber es war auf jeden Fall den Weg wert, alle standen um die Moschee herum zwischen drinn Musik, Gesang und Lärm. 

Danach dann den Weg nach Hause und unterwegs noch am „schönsten“, soll heißen begehrtesten Strand von Mumbai, dem Chowpatty Beach kurz zum Sundown vorbeigeschaut.

Hier soll es am späten Nachmittag immer hoch hergehen, sagte man uns aus zuverlässiger Quelle (Loose). Stimmte mal wieder perfecto!

 Hatte dann was von Volksfestcharakter.... 

Soweit von heute hier aus Hampi, demnächst ein neuer Teil.

bis dahin... 'Namasté' - Christian & Sylvie

2 Kommentare:

Hallo, Namasté, hinterlasst uns doch eine nette Nachricht, einen Kommentar und wir werden umgehend antworten wenn die Verbindung steht, das WLAN ausreicht und der Ganges nicht über die Ufer tritt... Danke

"...mit andrem Tuk-Tuk durch Hampi" oder: "Einmal um die ganze Welt"

Namaste' und Grüße aus Steglitz. Der Urlaub ist vorbei und Indien liegt schon wieder so verdammt weit weg... wird aber mit diesen Bilder...